Häufig gestellte Fragen zum Sachverständigen in Berlin

Was sind meine Ausbildung und Qualifikation?

Nach meiner Steinmetzlehre in Berlin und den erfolgreichen Abschlüssen und Prüfungen zum Steinmetz- und Steinbildhauermeister sowie zum Restaurator im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk bin ich, auch aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung, als freiberuflicher Sachverständiger für Naturstein- und Restaurierungsarbeiten tätig.

Es folgten Lehrgänge zum Sachverständigen beim Bundesinnungsverband des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks und bei der Handwerkskammer Berlin.

Nach erfolgreichen Prüfungen bei der Handwerkskammer Berlin und dem Bundesinnungsverband des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks wurde ich 2023 von der Handwerkskammer Berlin als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk bestellt und vereidigt.

Seit 2019 bin ich Mitglied im Sachverständigenkreis euroFEN und nehme dort sowie bei anderen Institutionen regelmäßig an Weiterbildungsveranstaltungen teil.

Als Sachverständiger ist es meine Aufgabe, anhand der gültigen DIN-Normen, Merkblätter und Regelwerke festzustellen, ob ein Mangel oder mehrere Mängel vorliegen. Dabei ist die Schadensursache zu analysieren und ggf. die Verantwortlichkeit festzustellen.

Für öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige besteht eine Weiterbildungspflicht, die von den zuständigen Kammern jährlich überprüft und dokumentiert wird.

Welche Dienstleistungen bietet das Sachverständigen Büro?

Das Leistungsspektrum meines Büros umfasst unter anderem die Erstellung von Gerichtsgutachten, Privatgutachten und Schiedsgutachten. Darüber hinaus werden gutachterliche Stellungnahmen, Beweissicherungs-und Versicherungsgutachten angefertigt.

Zu weiteren Tätigkeitsfeldern gehören die Begutachtung und Beratung von Bauherren, Auftraggebern, Denkmalschutzämtern und Behörden, die Qualitätssicherung, die Qualitätskontrolle und deren Protokollierung, die Mängelfeststellung, Kostenfeststellungen und Kostenschätzungen für Mängelbeseitigungen, die Evaluation, die Bewertung von Natur- und Betonwerksteinarbeiten, Terrazzo, und Kunststein, die Erstellung von Schadenskartierungen, die fotografische Bestandsaufnahme, die Begutachtung von Naturwerksteinfassaden inkl. Monitoring u.a. auch durch Drohnenbefliegung, sämtliche Arbeiten im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, Natursteintreppen, Küchenarbeitsplatten, Natursteinfußböden, Natursteinbäder, Natursteinterrassen, Natursteinbrunnen, Bruch- und Feldsteinmauern, Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten, Standsicherheitsprüfungen an Grabmalen, petrographische Untersuchungen, Instandsetzungs- und Sanierungskonzepte sowie Materialanalysen. Sämtliche gutachterlichen Tätigkeiten erfolgen bundesweit und international.

Welche wichtige Arten von Gutachten gibt es?

Gerichtsgutachten

Gerichtsgutachten werden von Amtsgerichten, Landgerichten oder Oberlandesgerichten in Auftrag gegeben.

Sie werden in der Regel an öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige mit entsprechendem Bestellungsgebiet vergeben. Die/der Sachverständige/r hat ausschließlich die Fragen des Beweisbeschlusses zu beantworten.

Der/die vom Gericht bestellte Sachverständige nimmt im Bedarfsfall Einsicht in bereits erstellte Privatgutachten und kann diese in seine eigenen Ausführungen einbeziehen.

Schiedsgutachten

Das Schiedsgutachten dient der rechtsverbindlichen außergerichtlichen Klärung zwischen zwei Parteien. Ziel eines Schiedsgutachtens ist es, eine schnelle Klärung des Sachverhalts ohne Gerichtsverfahren zu erreichen. Das Schiedsgutachten ist für beide Parteien rechtlich bindend. Mit dem Schiedsgutachten wird das Ziel verfolgt, gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Privatgutachten

Im Gegensatz zum rechtsverbindlichen Schiedsgutachten bzw. Gerichtsgutachten kann jede/r Beteiligte ein Privatgutachten erstellen lassen. Wichtig zu wissen ist, dass ein Privat- oder Parteiengutachten ein vom Gericht angeordnetes Gutachten nicht ersetzt.

Welche prominenten Projekte oder Einrichtungen in Berlin zählen zu Ihren Referenzen für Gutachten und Stellungnahmen?

Gutachten und gutachterliche Stellungnahmen wurden u.a. erstellt für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Berlin, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, die Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin, das Schadowhaus in Berlin, den Bundesrat in Berlin, das Gästehaus Villa Herz in Berlin, das ehemalige Kaiserliche Patentamt, den MDR-Standort in Halle/Saale, den Friedhof Lilienthalstraße in Berlin, die Alte Post in Berlin, das Sommerbad Wuhlheide in Berlin, den Sandsteinbrunnen auf dem Jugendplatz in Berlin, die Gertraudenbrücke in Berlin, den Glockenturm des Theodor-Fliedner-Heims, am Kryptamosaik im Rotarmisten im Sowjetischen Ehrenmal Treptow in Berlin, am Laubengang auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof, das Bundeskriminalamt in Berlin, den Friedhof der Märzgefallenen in Berlin, den U-Bahnhof Anton-Wilhelm-Amo-Straße (vormals U-Bhf. Mohrenstraße) in Berlin die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und den Brunnen im Kolonnadenhof auf der Museumsinsel.

Für welche Auftraggeber*innen arbeitet das Sachverständigen Büro?

Für folgende Auftraggeber*innen wurden u.a. Gutachten und gutachterliche Stellungnahmen angefertigt: Landgericht Berlin, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bezirksamt Spandau von Berlin, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Bundesrat Berlin, Bezirksamt Neukölln von Berlin, Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Berliner Bäder Betriebe, Grün Berlin GmbH, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) gGmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Coros Management GmbH, Evangelische Kirchengemeinde Mahlsdorf, berlinbiotechpark GmbH & Co. KG, pbr Planungsbüro Rohling AG, Autoland AG, Victoriahof Grundstücks- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, büro west gbr Architektur und Denkmalpflege, Landesdenkmalamt Berlin, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK).